Personalrecruiting

Erfolgreiches Personalrecruiting als Fundament moderner Unternehmen

Der Fachkräftemangel im deutschsprachigen Raum hält weiter an und wird zunehmend zum Problem vieler Firmen. Ein geschicktes sowie gezieltes Recruiting sind daher wichtiger denn je. Ob und wie effektiv das Personalrecruiting letztlich ist, hängt von unterschiedlichsten Faktoren ab.

Nur wenn die Rekrutierungsabteilung eines Unternehmens differenzierte Aufgaben erfüllt und vielseitige Methoden wie das Online Recruiting sowie Instrumente zur Personalsuche in Anspruch nimmt, lassen sich freie Stellen mit qualifizierten Fachkräften besetzen.

Aufgaben des Personalrecruitings in Unternehmen

Der Personalrecruiter hat in einem Unternehmen die Aufgabe, freie Stellen mit möglichst geeignetem und geschultem Personal zu besetzen. Aufgrund der umkämpften Situation am Arbeitsmarkt sowie des Fachkräftemangels müssen Recruiter heute gezielt nach Kandidaten suchen, aktiv auf sie zugehen und den Kontakt herstellen.

Ein wichtiger Faktor beim Personalrecruiting ist daher zunächst eine kontinuierliche Personalplanung. Dabei geht es konkret darum, zu jedem Zeitpunkt die richtige Anzahl an Mitarbeitern für den jeweiligen Bereich des Unternehmens sicherzustellen. 

Fehlen in einer Abteilung Fachkräfte, so führt dies unweigerlich dazu, dass die vorhandenen Angestellten aufgrund des zusätzlichen Arbeitspensums überlastet werden. Sind hingegen zu viele Personen für eine konkrete Aufgabe oder einen Bereich eingestellt, so erhöhen sich die Ausgaben des Unternehmens unnötig.

Zudem ist es unerlässlich, die personellen Entwicklungen im Vorfeld im Auge zu haben. Scheiden Mitarbeiter aufgrund ihres Alters in naher Zukunft aus dem Beruf aus, sollte dies rechtzeitig registriert und darauf reagiert werden. Eine frühzeitige Suche nach geeigneten Fachkräften verringert das Risiko, dass die freie Stelle im Ernstfall über einen längeren Zeitraum unbesetzt bleibt.

Employer Branding

Kaum ein anderer Aspekt ist bei der Suche nach fachkundigen Mitarbeitern so entscheidend, wie der Werbeauftritt eines Unternehmens. Dabei geht es nicht darum, die angebotenen Produkte oder Dienstleistungen zu bewerben.

Vielmehr ist es das Ziel, ein Erscheinungsbild des Unternehmens zu entwerfen, das für potenzielle Arbeitnehmer von Interesse ist und diese daraufhin anlockt. Wer sich hierbei am besten präsentiert, der setzt sich von anderen Unternehmen ab und erhöht seine Chancen, zeitnah die besten und qualifiziertesten Mitarbeiter zu finden.

Das Personalrecruiting mittels Employer Branding klingt bis hier hin noch recht einfach. Tatsächlich bedarf es allerdings einer richtigen Strategie. Ist diese nicht vorhanden oder falsch entwickelt, so verpufft jeglicher Effekt und das Recruiting von Fachkräften scheitert.

Im ersten Schritt muss das Personalrecruiting ganz klar definieren, welches Ziel mithilfe des Employer Brandings erreicht werden soll. Dabei sollte das Ziel immer so ausgerichtet sein, dass sich das Unternehmen mit seinem Branding von Konkurrenten abhebt und sich somit vom breiten Wettbewerb distanziert.

Aufgrund des umkämpften Marktes hinsichtlich der Fachkräfte können diese oftmals zwischen vielen freien Stellen wählen. Nur Unternehmen, die ein klares Profil vorzeigen können, können sich anschließend über die Top-Talente ihrer Branche freuen. 

Folglich muss das Employer Branding darauf basieren, dass ein Unternehmen eine eigene Kultur entwickelt, die nach außen hin bekannt ist und dass Aufstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten aufgezeigt werden. 

Zu guter Letzt muss beim Employer Branding berücksichtigt werden, dass viele potenzielle Arbeitnehmer der Generation Y entstammen. Diese bevorzugen ein modernes sowie innovatives Umfeld, welches deutlich erkennbar sein sollte.

Wenn Du selber eine Strategie zum Employer Branding entwickeln möchtest, dann solltest Du zunächst einige Fragen beantworten. Mithilfe der Antworten lässt sich die aktuelle Situation analysieren und herausarbeiten, durch welche Faktoren Dein Unternehmen sich von anderen Mitbewerbern unterscheidet:

  • Was macht das Unternehmen einzigartig?
  • Wie werden wir derzeit als Arbeitgeber eingeschätzt?
  • Ist unser Unternehmen attraktiv für die eigenen Mitarbeiter und welche Faktoren sorgen dafür?
  • Welche Zielgruppe haben wir und über welche Kanäle können wir das Recruiting am besten gestalten?
  • Wie attraktiv wirkt das Unternehmen auf junge Talente?
  • Welche Aspekte machen unser Unternehmen für die Zielgruppe attraktiv?
  • Wie kann das Unternehmen attraktiver werden?
  • Mit welchen Mitteln können wir unser Unternehmen von Mitbewerbern abgrenzen und uns somit in eine bessere Position bringen?

Anhand der Antworten auf diese Fragen kannst Du Dein individuelles Employer Branding aufstellen und gezielt nach Fachkräften suchen. Wer diese Möglichkeit hingegen nicht in Anspruch nimmt, der verpasst damit große Chancen in Personalrecruiting.

Schließlich ist es insbesondere in einer umkämpften Situation wie der derzeitigen umso wichtiger, sich nach außen zu präsentieren und mögliche Arbeitnehmer gezielt und attraktiv anzusprechen.

Bewerberprofil besprechen und anfertigen

Zwar ist der Recruiter im Unternehmen letztlich dafür zuständig, Personal zu finden und einzustellen, doch sollte dies immer nach Absprache mit dem Fachbereich erfolgen, in welchem offene Stellen zu vergeben sind. Das Personalrecruiting kann nämlich nur dann effektiv und erfolgreich sein, wenn die Stelle an fachkundiges Personal vergeben wird. 

Die Mitarbeiter der jeweiligen Fachbereiche sind hierfür der beste Anlaufpunkt. Sie wissen am besten, welche Kenntnisse, Qualifikationen sowie praktische Erfahrungen ein potenzieller Bewerber mitbringen sollte.

In Kooperation mit den erfahrenen Mitarbeitern der Fachbereiche lassen sich somit individuelle Anforderungsprofile herstellen. Diese vereinfachen letztlich die Suche, indem die angesprochenen Eigenschaften als wichtigste Kriterien zurate gezogen werden können.

Oft unterschätzt: So wichtig ist das Stellenangebot für das Personalrecruiting

Stellenangebote gibt es wie Sand am Meer. Folglich ist der erste Eindruck entscheidend. Wer eine Stellenanzeige aufgibt, muss mit dieser auch direkt punkten. Oftmals wird dieser Aspekt unterschätzt. Sobald eine Stellenanzeige nicht attraktiv auf mögliche Bewerber wirkt und gar Fragen offen lässt, verliert das Personalrecruiting an Effektivität.

Da Stellenangebote jedoch der wichtigste Faktor sind, um Arbeitsplätze zu besetzen, führt dies unweigerlich zu Problemen. Beim Schreiben des Stellenangebots sollte daher lieber etwas mehr Zeit geopfert werden, um auch alle Fragen abzudecken und für mögliche Bewerber sofort attraktiv zu wirken.

Weiterhin ist das Medium entscheidend, über welches das Stellenangebot ausgeschrieben wird. Je nachdem, welches Anforderungsprofil besteht, eignen sich unterschiedliche Kanäle, während andere zeitgleich ineffektiv sind. 

Bevor ein Stellenangebot aufgegeben wird, sollte daher genau sondiert werden, welches Medium für die gewünschte Zielgruppe am geeignetsten ist. Um junge Mitarbeiter zu finden, ist das Online Recruiting eine gute Option. Sollen hingegen ältere Mitarbeiter gesucht werden, sind Kanäle wie Printmedien deutlich effizienter.

Bewerbungen bewerten und selektieren

Ein nicht unwesentlicher Bestandteil der Aufgaben des Personalrecruitings ist die Auswertung der eingehenden Bewerbungen. Um den Arbeitsaufwand gering zu halten und zeitgleich die besten Bewerber auswählen zu können, kommt an dieser Stelle oftmals das sogenannte ABC-Verfahren zum Einsatz.

Hierbei werden sowohl die Vorstellungen des Unternehmens als auch die Vorstellungen sowie die Fähigkeiten und Eigenschaften eines jeweiligen Bewerbers gegenübergestellt und ausgewertet. Auf diese Weise erfolgt eine Kategorisierung der Bewerber in drei Klassen. 

Die A-Kandidaten erfüllen das an sie gestellte Anforderungsprofil in einem hohen bis sehr hohen Maße. B-Kandidaten weisen zwar Abweichungen auf, erfüllen grundlegend jedoch die wichtigsten Kriterien.

Zu guter Letzt werden die C-Kandidaten festgelegt, welche oftmals keine Chance haben, die offene Stelle zu besetzen. Zu unterschiedlich sind ihre Ansichten und Fähigkeiten verglichen mit den an sie gestellten Anforderungen. 

Das Personalrecruiting mithilfe des ABC-Systems sorgt somit für eine wichtige Vorauswahl. Zunächst können die A-Kandidaten direkt angesprochen und zum Vorstellungsgespräch geladen werden. Besetzt letztlich keiner der A-Kandidaten die Stelle, bleiben die B-Kandidaten als adäquate Alternative.

Personalrecruiting via Pre-Screening

Als immer komplexer werdende Aufgabe in Unternehmen ist das Recruiting zunehmend überarbeitet worden. So weit es möglich ist, wird der Zeitaufwand minimiert, um den Fokus auf die wenigen geeigneten Bewerber richten zu können.

Wurden vor einigen Jahren noch eine Vielzahl an Bewerbern zum Vorstellungsgespräch geladen, hat sich das Personalrecruiting dahingehend verändert. 

In vielen Unternehmen ist es längst üblich, Pre-Screenings durchzuführen. Dabei handelt es sich um kurz Interviews, welche in der Regel über Telefon oder Skype stattfinden.

Anhand essenzieller Fragen können die Rekrutierer innerhalb weniger Minuten feststellen, ob ein Kandidat zum Anforderungsprofil passt und wie motiviert er ist, die Stelle zu besetzen und für das Unternehmen zu arbeiten. 

Es werden Fragen bezüglich der Gehaltsvorstellungen, der Arbeitsplatzentwicklung des Bewerbers sowie der Bereitschaft gestellt. Letzterer Fragebereich soll herausfinden, ob der Bewerber nur auf der Suche nach einem Job ist, oder ob er tatsächlich engagiert für das Unternehmen arbeiten möchte.

Personalrecruting – welche Kanäle und Instrumente gibt es?

Die Herangehensweise bei der Personalsuche ist äußerst vielfältig und facettenreich. Um möglichst viele Kandidaten ansprechen zu können, kann ein Unternehmen das gesamte Spektrum ausschöpfen und seine Reichweite somit erheblich steigern.

Doch welche Möglichkeiten bieten sich im Detail, wenn es darum geht, geschulte Mitarbeiter zu finden?

1. Jobbörsen

Zu den mittlerweile ältesten und noch immer populärsten Medien im Personalrecruiting zählen die Jobbörsen. Optionen gibt es in diesem Bereich unzählige. Allein für das Online Recruiting stehen mehr als 1.500 Jobbörsen im Internet bereit. 

Darüber hinaus gibt es diverse Print-Medien sowie die Möglichkeit, Stellenanzeigen via lokaler Zeitung aufzugeben. Für welche Plattform Du Dich dabei entscheidest, in primär vom Budget sowie der gewünschten Zielgruppe abhängig.

So gibt es einige Anbieter im E-Recruiting, die mit großen Plattformen und einer Vielzahl von Stellenanzeigen einen hohen Zulauf generieren und somit eine große Reichweite ermöglichen.

2. Website des Unternehmens

Umfragen haben ergeben, dass Jobbörsen zwar weiterhin beliebte Anlaufstellen für Arbeitssuchende sind, doch suchen diese auch auf anderen Wegen nach offenen Stellen.

Nicht zu unterschätzen ist daher auch die Wertigkeit einer eigenen Unternehmenswebsite mit gesondertem Karrierebereich. Hier sollte das Unternehmen sich so gut und vor allem offen wie möglich präsentieren, um Interessenten anzusprechen und zu überzeugen. 

Verglichen mit großen und unübersichtlichen Jobbörsen ist die eigene Website neben spezialisierten Jobportalen längst zum wichtigsten Instrument hinsichtlich der Personalsuche geworden. Besonders wichtig beim Personalrecruiting über die eigene Website ist ein tiefgehender Blick auf und hinter die innerbetrieblichen Strukturen.

Die Vermarktung des Unternehmens mit Blick auf mögliche Bewerber ist mit einer guten Fernsehwerbung zu vergleichen. Das Produkt – in diesem Falle das Unternehmen selbst – sollte mit seinen wesentlichen und besten Merkmalen werben, um Mitarbeiter finden und diese auch binden zu können. 

Es ist daher ratsam, dass E-Recruiting nicht nur durch Stellenanzeigen zu fördern. Vielmehr sollte auch ein Einblick in Form von Bildern oder gar Videos gegeben werden. Diese können beispielsweise aufzeigen, wie der Arbeitsalltag sowie die dazu gehörigen Arbeitsabläufe aussehen. Je mehr vom Unternehmen aufgezeigt wird, desto mehr Eindrücke können sich potenzielle Bewerber machen.

3. E-Recruiting

Das Recruiting über soziale Netzwerke hat sich in den letzten Jahren ebenfalls zu einem wichtigen Standbein für Rekrutierer diverser Unternehmen gemausert.

Der große Vorteil dieser Methode ist, dass Postings auf den Kanälen der sozialen Medien zunächst kostenlos sind. Solltest Du die Reichweite Deiner Beiträge dort erhöhen wollen, so kannst Du zusätzlich in Werbung investieren und die Zielgruppe festlegen. 

Dass das E-Recruiting über soziale Netzwerke so populär ist, hat einen ganz bestimmten Grund. Schließlich müssen die Arbeitssuchenden nicht immer direkt angesprochen und erreicht werden.

So verbreiten sich Stellenanzeigen in den sozialen Medien vor allem durch Freunde oder Bekannte, die entsprechende Stellenanzeigen teilen und weiterleiten. Auf diese Weise wird die enorme Reichweite geschaffen. Zudem bieten soziale Medien die Option, etwas lockerer aufzutreten und einen anderen Ton anzuschlagen.

Selbst Mitarbeiter können mithilfe der sozialen Netzwerke eingespannt werden, um das E-Recruiting zu optimieren und neue Mitarbeiter zu finden. Sind Mitarbeiter sowie der Auftritt des Unternehmens über die sozialen Netzwerke vernetzt, können offene Stellen im Freundes- und Bekanntenkreis durch die Mitarbeiter beworben werden. 

Um diese Option besonders attraktiv zu gestalten, haben sich „Recruit a friend“-Programme längst etabliert. Diese Modelle zielen darauf ab, dass Mitarbeiter Freunde und Bekannte aktiv für die freie Stelle in ihrem Unternehmen begeistern. Der Vorteil für das Unternehmen liegt dabei einerseits in einer günstigen Werbung.

Andererseits ist in den meisten Fällen davon auszugehen, dass Mitarbeiter nur Bekannte an das Unternehmen heranführen, wenn sie auch von ihren Qualitäten überzeugt sind. Schließlich stehen sie letztlich dafür ein. Um das E-Recruiting über Mitarbeiter anzukurbeln, können Prämien gegeben werden, wenn eine Stelle dank der Vermittlung durch einen Mitarbeiter besetzt wurde.

Zum Online Recruiting gehört darüber hinaus auch das Mobile Recruiting. In Zeiten der Digitalisierung und der Tatsache, dass ein Großteil der Menschen über Smartphones verfügt, ist auch dieses Medium eine gute Alternative, um die Personalsuche voranzutreiben. Aktuelle Studien haben ergeben, dass mittlerweile neun von zehn Personen ihr Smartphone oder Tablet nutzen, um darüber nach Jobs zu suchen. 

Aus diesem Umstand ergeben sich vielfältige Wege, auf denen Unternehmen nach Fachkräften suchen können. So sollte unter anderem sichergestellt sein, dass die Karriereseite der Firmenwebsite kompatibel für mobile Endgeräte ist. Andernfalls entfällt ein wichtiger Baustein, um geschulte Mitarbeiter zu finden. 

Ferner bietet sich die Option, das Unternehmen in Karriereapps zu präsentieren. Auf diese Weise wird insbesondere die Generation Y angesprochen. Dabei ist der große Vorteil, dass die Kommunikation unkompliziert sowie schnell ist und das die Zielgruppe ortsunabhängig erreicht wird.

4. Weitere Optionen

Um das Personalrecruiting voranzutreiben und die Zielgruppe direkt anzusprechen zu können, empfehlen sich zudem Karrieremessen sowie das gezielte Marketing an Hochschulen, um angehende Absolventen bereits frühzeitig auf sich aufmerksam zu machen. 

Besonders bei den sogenannten Young Professionals, also Berufseinsteigern, ist der persönliche Kontakt entscheidend. Dieser kann ganz klassisch auf speziellen Karriere- sowie Unternehmensmessen hergestellt und vertieft werden. Auch das Rekrutieren von Hochschulabsolventen kann zielführend sein.

Oftmals veranstalten Universitäten in Kooperation mit großen Unternehmen Veranstaltungen mit Fokus auf den jeweiligen Fachbereich. Da künftige Absolventen meist konkrete Vorstellung von ihrem späteren Arbeitsplatz haben, können Unternehmen sich über diesen Weg besonders gut vermarkten und anpreisen.

5. Softwarebasiertes Bewerbermanagement

Das Personalrecruiting wird zunehmend komplexer und anspruchsvoller. Wer sich auf dem Arbeitsmarkt im Kampf um Fachkräfte durchsetzen will, der sollte alle Hilfe in Anspruch nehmen, die diesen intensiven Prozess vereinfachen kann. 

Dazu gehört auch der Einsatz eines professionellen Bewerbermanagementsystems in großen Unternehmen. Etwaige Programme helfen dabei, das Online Recruiting simpler zu gestalten und zu verwalten.

Eine solche Software bietet beispielsweise die Möglichkeit, den firmeneigenen Stellenmarkt auf der Website des Unternehmens zu präsentieren und Bewerbungsformulare vorzufertigen, welche die Kommunikation unterstützen und somit den Zeitaufwand minimieren. 

Reverse Recruiting – Alternative zum herkömmlichen Personalrecruiting

Der Arbeitsmarkt ist zunehmend von einem harten Konkurrenzkampf betroffen. Unternehmen aller Art buhlen mittlerweile verstärkt um Arbeitskräfte. Dies ist insbesondere dem Umstand geschuldet, dass der Fachkräftemangel dazu geführt hat, dass insbesondere die Generation Y sich den Arbeitgeber aufgrund der unzähligen freien Stellen meist aussuchen kann.

Dies führt auch dazu, dass Unternehmen immer kreativer auftreten müssen, um potenzielle Bewerber direkt und eindrucksvoll ansprechen zu können. Daraus resultieren mehr und mehr Recruiting-Varianten.

Besonders hoch im Kurs steht derzeit das sogenannten Reverse Recruiting. Hierbei geht es weniger darum, dass Bewerber sich beim Unternehmen vorstellen, sondern vielmehr um den Fakt, dass sich ein Unternehmen potenziellen Bewerben vorstellt. Teil dieses Szenarios ist beispielsweise das Präsentieren der Vorzüge und Vorteile eines Arbeitsplatzes beim entsprechenden Unternehmen. 

Darüber hinaus werden Bewerbern Möglichkeiten geboten, sich fragend an das Unternehmen zu wenden. Aufgabe des Recruiters ist daher, Bewerbern die offene Stelle anzupreisen, die Unternehmenskultur aufzuzeigen und somit zu überzeugen.

Das rückwärtige Personalrecruiting kann beispielsweise in Form von speziellen Events wie Career Nights erfolgen. Bei etwaigen Veranstaltungen präsentieren sich Unternehmen vor einem breiten Publikum.

Vor Ort können mögliche Bewerber in ruhiger und entspannter Atmosphäre mit langjährigen Mitarbeitern sprechen, ihnen Fragen stellen und sich das Unternehmen sowie den offerierten Arbeitsplatz erklären lassen.

Nicht immer muss ein solches Event außer Haus oder im Internet stattfinden. Auch gibt es die Möglichkeit, die Türen des Unternehmens zu öffnen und das Recruiting bei sogenannten In-House-Karriereevents anzukurbeln. Hierbei können mögliche Arbeitnehmer das Unternehmen und die Arbeitsbedingungen sowie die Mitarbeiter kennenlernen.

Um einen nachhaltigen Eindruck zu vermitteln, beenden Unternehmen solche Events oftmals mit Vorträgen. Während dieser werden die Bewerber über die Karrieremöglichkeiten und Berufswege innerhalb des Unternehmens informiert.

Sofern ein Unternehmen heutzutage nicht durch Individualität hinsichtlich des angebotenen Arbeitsplatzes für Aufmerksamkeit sorgt, sind neue Wege wie das Reverse Recruiting unerlässlich.

Der harte Kampf um die qualifiziertesten Kandidaten kann nur gewonnen werden, wenn das Personalrecruiting auf vielfältige Art und Weise vonstattengeht. Andernfalls sinken die Chancen, offene Stellen mit geeigneten Fachkräften zu besetzen.

Welche Herausforderungen ergeben sich im Personalrecruiting?

Wie bereits erwähnt, stellt der Fachkräftemangel in vielen Branchen ein großes Problem dar. Die großen und erfolgreichen Konzerne locken die besten Fachkräfte mit fürstlichen Gehältern, während kleine und mittelständische Unternehmen das Nachsehen haben und um die verbliebenen Kandidaten ringen müssen.

 Insbesondere die technischen Berufe leiden unter dem Fachkräftemangel. Hier wird intensiv und händeringend nach Mitarbeitern gesucht. Problematisch ist dabei, dass viele kleine Unternehmen keine eigene Abteilung für das Personalrecruiting haben und die verfügbare Zeit daher sehr knapp bemessen ist.

Spezialisierte Recruitingportale stellen die wohl beste Möglichkeit dar, um dennoch an geschultes und fachkundiges Personal zu gelangen. Während der finanzielle und zeitliche Aufwand sehr gering sind, kann die Suche dennoch spezifisch erfolgen.

Parallel dazu ist die Reichweite sehr hoch. Entsprechend solltest Du beim Online Recruiting im Vorfeld überlegen, welcher Kanal der geeignetste ist und erst dann aktive Personalsuche betreiben.

Die weitere große Herausforderung im Bereich des Personalrecruiting ist zweifelsohne die zunehmende Digitalisierung. Aufgrund der technischen Entwicklungen werden viele Wirtschaftszweige in naher Zukunft gänzlich auf den Kopf gestellt.

So ist bereits jetzt absehbar, dass ganze Zweige auf Probleme stoßen oder gänzlich wegfallen, da die Arbeiten größtenteils von Maschinen oder Robotern übernommen werden.

Das Recruiting eines Unternehmens muss folglich darauf ausgerichtet werden. Es gilt zu bedenken, dass vorhandene Mitarbeiter umgeschult oder weitergebildet werden müssen, um weiterhin einen sinnvollen Platz im Unternehmen ausfüllen zu können. 

Auch führt die Digitalisierung dazu, dass zeitnah neue Fachgebiete in Unternehmen entstehen. Nur wenn diese bereits im Vorfeld berücksichtigt werden, lassen sich dadurch entstehende Arbeitsplätze rechtzeitig mit Fachkräften besetzen.

Das Personalrecruiting muss also auch dahingehend ausgerichtet sein, dass etwaige Umstrukturierungen im Unternehmen nicht dazu führen, dass es plötzlich an einer Vielzahl an Fachkräften mangelt.

Nur mit professionellem Personalrecruiting findest Du geeignete Mitarbeiter

Dass viele Unternehmen derzeit unter einem Fachkräftemangel leiden, ist kein Geheimnis. Doch obwohl das Problem sowohl in Wirtschaft als auch in der Politik bekannt ist, sind Lösungen nur bedingt vorhanden.

Laut Experten bräuchte allein der deutschsprachige Raum pro Jahr etwa 300.000 Fachkräfte aus dem Ausland, um den Bedarf kurzfristig zu decken. Schon mit bloßem Blick auf diese Zahlen wird deutlich, weshalb das Personalrecruiting heutzutage so wichtig ist.

Nur wenn Du alle Optionen zum Recruiting ausschöpfst und die Arbeitsabläufe bei der Auswahl von Bewerbern optimierst, lassen sich die besten Fachkräfte für freie Stellen in Deinem Unternehmen finden.

Die Kombination aus aktiver Rekrutierung via E-Recruiting sowie der Selbstvermarktung auf Messen oder direkt an Universitäten sorgt für eine maximale Ausschöpfung des Bewerberpools.